Kurztipp: NFS-Server sollten beim ESXi-Shutdown zur Verfügung stehen

Wenn auf einem VMware ESXi-Hypervisor NFS-Datenspeicher verwendet werden, müssen diese auch beim Herunterfahren des ESXi-Hosts zur Verfügung stehen. Ist dies nicht der Fall, kann dieser Vorgang sehr viel Zeit in Anspruch nehmen, da der ESXi-Host immer und immer wieder versucht das NFS-Mapping sauber zu beenden. Ein Blick auf die Konsole des ESXi-Hosts mithilfe der Tastenkombination ALT + F12 zeigt das auch deutlich:

NFS-Fehler in der ESXi-Konsole

NFS-Fehler in der ESXi-Konsole

Je nachdem, wie viele verschiedene NFS-Stores mal verwendet, kann man einige Tassen bis mehrere Kannen Kaffee trinken gehen. Wenn ein NFS-Server also ausfällt, idealerweise mit einem Reboot des ESXis warten bis das System wieder zur Verfügung steht. ;-)

VMware Web Client – “Es konnte keine Verbindung zum vCenter-Bestandslistendienst hergestellt werden”

Für das VMware vCenter 5.0 gibt es eine Alternative zum vSphere Client, der in aller Regel zur Administration der virtuellen Farm verwendet wird und lediglich für Microsoft Windows zur Verfügung steht – den Web Client. Dieser Web Client ist eine Flash-Anwendung, die das vCenter erweitert und einen großen Teil des Funktionsumfangs des vSphere Clients abdeckt.

Die Installation des benötigten “VMware vSphere Web Client Servers” (echt abgedrehter Name, oder?) ist recht unkompliziert und binnen weniger Minuten durchgeführt – ärgerlich könnte nur sein, wenn sich der Web Client nach erfolgtem Reboot und Konfiguration über die “vSphere Administration Application” (das zu wartende vCenter muss noch “registriert” werden) patrout nicht zur Arbeit ermuntern lässt. Das kann sich z.B. durch eine Fehlermeldung nach erfolgtem Login am Web Client ersichtlich werden:

vSphere Web Client-Fehlermeldung nach Login

vSphere Web Client-Fehlermeldung nach Login

 

Die Gründe hierfür sind meist recht banal:

  • Die Windows-Firewall auf dem vCenter-Server sperrt den TCP-Port 10443 – hier genügt es, eine Ausnahme definieren und/oder die Installation zu überprüfen, da bei der Installation des Web Client Servers in der Regel automatisch eine Ausnahme erstellt wird
  • Der Windows-Dienst “vCenter Inventory Service” ist nicht gestartet – der Dienst wird normalerweise als “automatic” konfiguriert. Auf meiner Testinstallation hatte ich aber (auch) den Effekt, dass der Dienst zwar für den automatischen Start konfiguriert wurde, aber dennoch händisch nachgestartet werden musste
  • Eine Firewall zwischen vCenter und ESXi – beispielsweise bei verschiedenen Netzsegmenten – blockiert den oben genannten TCP-Port 10443

 

Nachdem ich den Dienst händisch nachgestartet hatte, funktionierte der Web Client auch. ;-)

vCenter Inventory Service

vCenter Inventory Service

vSphere Web Client

vSphere Web Client

Die fabelhafte Welt der SUN-Workstations

Heute ist mir beim Surfen mal wieder aufgefallen, wie viele extravagante und ausgefallene UNIX-Workstations es von SUN doch gab. Meiner Meinung nach war SUN ohnehin einer der innovativsten Konzerne überhaupt – wenn man bedenkt, wie viele bahnbrechende Produkte von SUN stammen oder durch SUN perfektioniert wurden. Um mal fünf zu nennen:

  • Java
  • NFS
  • ZFS
  • MySQL
  • OpenOffice

UNIX-Workstations und -Server waren eines der Kerngeschäfte von SUN und auch hier wurden zahlreiche sehr durchdachte und robuste Produkte geschaffen – meine Top-5 besteht aus:

 

SUN JavaStation 1

JavaStation 1

JavaStation 1 (Quelle: http://nathan.chantrell.net/linux/sun-javastation-1-and-linux/)

Die SUN JavaStation 1 war eine vollständige UNIX-Workstation, untergebracht in einem Gehäuse, welches eigentlich für externe CD-Brenner und Bandlaufwerke verwendet wurde. Das Gerät hatte keine Festplatte oder ein CD-ROM/Disketten-Laufwerk und war eher als “diskless” Workstation für Java-Anwendungen konzipiert. Verbaut war eine 110 Mhz MicroSPARC-CPU und maximal 64 MB Arbeitsspeicher. Vorinstalliert wurde ein proprietäres Betriebssystem namens “JavaOS“, eine Art abgespeckte Java-VM – es war aber auch möglich, Linux oder BSD zu installieren. Für 1996 war die JavaStation 1 ein kleines, aber leistungsfähiges Gerät.

 

SUN JavaStation 10

JavaStation 10

JavaStation 10 (Quelle: http://josekblog.blogspot.de/2008/09/sun-adelantados-su-tiempo.html)

Die JavaStation 10 war der größerer Bruder der JavaStation 1 und erinnerte optisch stark an eine Kaffeemaschine, weswegen das Gerät auch den Codenamen “Krups” erhielt. Das Gerät verfügt über eine 100 Mhz MicroSPARC-CPU und ebenfalls bis zu 64 MB Arbeitsspeicher. Es hatte eine stärkere Grafikkarte als die JavaStation 1 und brachte auch eine Soundkarte im Kaffemaschinen-Gehäuse unter.

 

SUN Voyager

SPARCstation Voyager

SPARCstation Voyager (Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/File:SPARCstation-voyager.jpg)

Einen Bildschirm mit integrierter Workstation brachte SUN unter dem Namen “Voyager” heraus. Das Gerät verfügte über einen 12″ Farbbildschirm  oder 14″ Schwarz-Weiss-Bildschirm mit bis zu 1024×768 bzw. 1152×900 Pixel. Verbaut war eine 60 Mhz MicroSPARC-CPU und bis zu 80 MB Arbeitsspeicher. Neben diversen parallelen und seriellen Ports fanden auch eine Soundkarte und ein Zugangskartenleser Platz im Gehäuse.

 

SUN IPX

IPX

IPX (links, Quelle: http://www.digibarn.com/collections/systems/xerox-intran-sun-ipx/index.html)

Die SUN IPX war die kleinste Workstation von SUN – auf der Größe eines handelsüblichen Telefonbuchs fanden eine 40 Mhz CPU und bis zu 64 MB Arbeitsspeicher Platz. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung (1991) war eine solche Leistung bei dieser Größe eine Seltenheit.

 

SUN Ultra 5

Ultra 5

Ultra 5 (Quelle: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/9b/SUN-Ultra5.jpg)

Die SUN Ultra 5 war die kleinste Workstation der Ultra-Serie von SUN. Im klassischen Pizzabox-Design vereinte sie eine UltraSPARC IIi-CPU mit bis zu 400 Mhz und maximal 512 MB Arbeitsspeicher. Neben einem Disketten- und CD-ROM-Laufwerk fanden auch eine IDE-Festplatte und eine Soundkarte Platz.

 

Es ist wirklich schade, dass diese Produkte eingestellt und nicht mehr weiterentwickelt wurden. SUN war ein wirklich innovativer Hersteller und ich bin mir sicher, dass noch einige innovative Produkte gefolgt wären, sofern die Nachfrage gestimmt hätte.

Offensichtlich sind UNIX-Workstations heutzutage nicht mehr gefragt – andere Hersteller, wie beispielsweise Hewlett-Packard, haben ihr Workstation-Geschäft ebenfalls eingedämmt, bieten keine aktuellen Workstations mehr an und schränken neue Betriebssystem-Versionen auf aktuelle Hardware ein. Schade, dass man diese großartigen Geräte so leise sterben lässt.

 

Bilderquellen

Die oben verwendeten Bilder stammen nicht von mir sondern von den folgenden Seiten – gemäß Creative Commons danke ich den Autoren für die Bereitstellung unter dieser Lizenz:

Details zum OpenVMS-Logo

Durch Zufall habe ich heute im News-Bereich des deutschen OpenVMS-Portals herausgefunden, dass die HP-Gemeinschaft Connect OpenVMS-Shirts verkauft. Ein wenig enttäuscht war ich darüber, dass das Motiv nicht so schick (wie erhofft) ist und der Versand nach Deutschland exorbitant teuer ist. So kam ich auf die Idee ein eigenes T-Shirt zu entwerfen. “Mithilfe von Google wird man schon an das Logo kommen“, dachte ich mir.

So bin ich auf die folgende Seite gestoßen, die einige sehr interessante Informationen (wie beispielsweise die Entstehungsgeschichte) von “Vernon“, dem OpenVMS-Maskottchen, beinhaltet: http://www.vaxination.ca/vms/shark/

Neben einigen fertigen Bannern gibt es dort auch ein Archiv mit Vektorgrafiken, falls man sich beispielsweise ein eigenes T-Shirt basteln möchte: http://www.vaxination.ca/vms/shark/shark021.zip

Die im “OpenVMS“-Schriftzug verwendete Schriftart lautet übrigens “Mistral” und ist ebenfalls kostenlos im Internet verfügbar: http://fontzone.net/font-details/Mistral/

Im OpenVMS-Logo ist meist noch ein HP- oder DIGITAL-Logo enthalten. Wer seine Affinität zu historischer DEC-Hardware ausdrücken möchte, kann sich mit einem Bildbearbeitungsprogramm seines Vertrauens, der Schriftart “Arial“, einfachen Rechtecken und der Farbe #990000 schnell ein “Fake-Logo” basteln:

Eigenbau Digital-Logo

Eigenbau Digital-Logo

 

Macht sich gut im Header des Blogs, oder? :D

Headergrafik im OpenVMS-Stil

Headergrafik im OpenVMS-Stil

OpenVMS 8.4 Installation in 13 Minuten

Kürzlich habe ich OpenVMS 8.4 mithilfe von PersonalAlpha auf einem virtuellen AlphaServer installiert, um erste Erfahrungen mit OpenVMS zu sammeln.

Die Installation ist relativ einfach und in gut 30 Minuten durchgeführt – ich habe nebenher den Screenrecorder laufen lassen und so eine kurze Dokumentation erstellt. Wer kein OpenVMS und/oder Alpha hat, kann sich so mal eine Installation anschauen (und wird vielleicht auch angeregt sich mal etwas mit diesem interessanten Betriebssystem zu beschäftigen ;-) ).

 

 

In den 13 Minuten ist zu sehen:

  • Die Anlage einer virtuellen Festplatte (DKA200)
  • Händisches Booten über die Firmware des virtuellen AlphaServers
  • Installation und Konfiguration von OpenVMS
  • Anschließender Reboot und Konfiguration des Netzwerks mithilfe von DHCP
  • Aktivieren und Konfigurieren des SSH-Servers und -Clients
  • Test der Netzwerkverbindung

Das Video habe ich “quick und dirty” erstellt – es gibt keine Musik und keine Stimmenaufnahme, sorry. ;-)

VMware Workstation 8.0.3 Update: The MSI ” failed

Heute wurde ich über ein Update für meine VMware Workstation informiert – in der Regel installiere ich diese Updates immer, so wie heute auch.

Dummerweise schlug die Deinstallation der Workstation mit der folgenden (sehr aussagekräftigen) Fehlermeldung fehl:

The MSI '' failed

 

Danach ließ sich die Workstation zwar noch öffnen, VMs konnten aber nicht mehr gestartet werden – eine Fehlermeldung forderte zur Neuinstallation der Workstation auf.

Die Ursache des Problems ist mir schleierhaft – ebenso wie der offizielle Knowledge Base-Artikel von VMware, der unter anderem als mögliche Lösung das Anlegen eines neuen Benutzerkontos vorschlägt.

Nach fast 3 Stunden googlen und ausprobieren habe ich die Lösung im VMware-Forum gefunden – der folgende Befehl half mir die Installation durchzuführen:

VMware-workstation-full-8.0.3-*.exe /z  "action"="install"

(der Dateiname muss ggf. angepasst werden)

 

Nach der Installation und erfolgtem Reboot war es bei mir darüber hinaus noch notwendig, die Workstation samt verbliebener Treiber restlos zu entfernen und nochmals neuzuinstallieren. Danach war die Workstation wieder einsatzbereit.

Mal schauen, was das nächste Update zum Vorschein bringt.. ;-)

 

Zusatz vom 08.Mai 2012:

Beim Installieren des Updates war eine Einbruchsdetektierungssoftware auf meinem Rechner aktiv – diese hinderte das Installationsprogramm daran, die VMware-Dienste zu stoppen; in Folge dessen ist das Setup gescheitert. Ich kann leider nicht nachvollziehen, ob dieser Fehler auch bei deaktivierter Einbruchsdetektierung aufgetreten wäre.

Der von mir genannte Aufruf bewirkt augenscheinlich ein “hartes drüber-installieren” der VMware-Workstation, in Folge dessen ist die Workstation nach der Installation nicht voll funktionsfähig. Da eine Deinstallation ohne diesen Aufruf nicht möglich ist, muss man diesen Zwischenschritt in Kauf nehmen, sofern das Update nicht durchgeführt werden konnte.

Laut eines Kommentares funktioniert das klassische Update über die VMware-Workstation (mithilfe des Update-Launchers) reibungsloser als ein händisches Deinstallieren und Neuinstallieren der neuen Version.

Am Besten, man achtet wirklich vor der Installation darauf, dass sämtliche Host Intrusion-, Anti-Virus- und Rootkit-Schutz-Software vorrübergehend deaktiviert ist – damit erspart man sich eine Menge Ärger. :)

Graffiti Pro: Palm Graffiti für Android

Die Tage habe ich meinen Notizblock, den ich zum Lernen verwende, durch ein Tablet ersetzt. Beim Schreiben hab ich dann allerdings festgestellt, dass die von Lenovo hoch angepriesene mitgelieferte App zur Handschrift-Erkennung ziemlicher Müll ist. Die Erkennung ist sehr träge und erkennt oftmals falsche Zeichen. Sehr unvorteilhaft ist auch die automatische Worttrennung, wenn man Kommandos abtippt – es ist z.B. unmöglich den Befehl “mkinitramfs” zu schreiben; es wird immer zu “mk initram fs” konvertiert. Ein weiterer Nachteil ist, dass die App nicht als Eingabedienst für Android programmiert ist – somit funktioniert die Erkennung nur in der einen App und nicht systemweit.

Um es kurz zu machen – die App taugt einfach nichts und ein Ersatz muss her.

Beim Googlen bin ich zufällig auf die Android-App “Graffiti Pro” gestoßen – diese stellt unter Android die gleichnamige Handschrift-Erkennung “Graffiti“, die auf früheren Palm-Geräten eingesetzt wurde, zur Verfügung. Ich war damals ein großer Fan von Palm und habe ausschließlich Palm-Geräte als PDAs eingesetzt – die Schrifterkennung war grandios – schön, wenn das auch unter Android so funktioniert.

Ich habe mir daraufhin erstmal die kostenfreie Variante von “Graffiti Pro” besorgt und ein wenig damit herumgespielt. Ich muss sagen, ich bin begeistert! Die Schrifterkennung ist aufgrund des besseren Stylus des Thinkpad Tablets sogar noch besser als auf meinem damaligem Palm-PDA. Die Gesten sind exakt die selben und funktionieren auch in der selben Art und Weise.

Die Eingabe ist als Dienst konzipiert und steht somit jeder Android-Anwendung zur Verfügung. Die Eingabe verfügt über eine Hilfefunktion, die die Gesten nochmals auflistet.

Auf kleineren Geräten ist die Eingabe deutlich kniffliger, aber mit etwas Übung auch machbar.

Die kostenlose Variante der App benötigt Netzwerk-Zugriff für Werbeinblendungen auf der Schreibfläche – die Kauf-Version für 2,17 € benötigt keinen Netzwerkzugriff (nur einmalig beim ersten Start um die Lizenz zu überprüfen). Die Anwendung ist auf jeden Fall ihre 2 Euro wert. :)

Anbei drei Screenshots und zwei Videos von Graffiti Pro und dem klassischen Graffiti auf einem Palm Tungsten T3 (Quelle: Youtube)

 

 

Informationen für OpenVMS-Einsteiger

Im Internet gibt es einige sehr informative Quellen für OpenVMS-Einsteiger (wie mich), die ich euch nicht vorenthalten möchte:

 

 

Die Liste wird stetig erweitert – wer empfehlenswerte Links hat, kann mir diese gerne zusenden.

HP OpenVMS – brandaktuell und kostenlos

Auf meiner letzten Schulung bei HP war ich etwas überrascht, als ich sah, dass dort im Nachbarraum eine Schulung zum Thema “OpenVMS” stattfand.

Ich muss zu meiner Schande gestehen bis dato nicht gewusst zu haben, dass OpenVMS heutzutage noch verwendet wird – ich dachte immer, OpenVMS wäre längst ausgestorben. Das ist allerdings nicht korrekt – erst vor kurzem hat sich HP gegenüber dem amerikanischen Verteidigungsministerium verpflichtet OpenVMS für weitere 20 Jahre zu unterstützen (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Virtual_Memory_System#Geschichte)

So wurde ich eines besseren belehrt – aktuell wird OpenVMS immer noch von HP zusammen mit seinen Itanium Integrity-Servern verkauft – alternativ gibt es noch Releases für die älteren VAX- bzw. Alpha-Server. Verwendung findet OpenVMS heuzutage übrigens verstärkt im öffentlichen Sektor – um mal einige Beispiele zu nennen:

  • Hochverfügbare Kommunikationsdienstleistungen (Mobilfunk/SMS, Internet,…)
  • Kanadische Öl-Pipelines werden durch VMS-Systeme verwaltet und überwacht
  • Die Deutsche Börse Group setzt OpenVMS auf ihren Applikationsservern ein
  • Die gesamte Australische Lotterie-Industrie setzt auf VMS-Systeme
  • Brazilien steuert die ansässigen Petroleum-Stationen mithilfe OpenVMS-Server
  • Militärische Anlagen werden aus Sicherheitsgründen oftmals mit VMS-Technologie implementiert

(Quelle: http://h71000.www7.hp.com/openvms/30th/30th_anniversary_v2.pps)

 

Die Hauptvorteile von OpenVMS liegen hier eindeutig in der Hochverfügbarkeit, Stabilität und Sicherheit – OpenVMS gilt in “Hackerkreisen” als nahezu “unhackbar” und wird daher vermutlich bevorzugt im öffentlichen Sektor verwendet.

 

OpenVMS Hobbyist Program

Im sogenannten “OpenVMS Hobbyist Program” kann man kostenlos an OpenVMS-Lizenzen und die notwendigen ISO-Abbilder geraten – denn normalerweise wird OpenVMS logischerweise für Bares verkauft.

Das Ganze dient selbstverständlich nur zu Lernzwecken – eine produktive Verwendung ist nicht gestattet. Darüber hinaus gibt es keinen Support, man kann sich bei Problemen allerdings der OpenVMS-Community anvertrauen.

Um von diesem Angebot zu profitieren, muss man Mitglied einer von HP zugelassenen Benutzergruppe sein – beispielsweise DECUS (http://decus.org). Sobald man dort angemeldet ist und einen Tag abgewartet hat (der Austausch der Benutzerdaten zwischen DECUS und HP findet nur 1x am Tag statt), kann man sich für das OpenVMS Hobbyist Program registrieren: http://www.openvms.org/pages.php?page=Hobbyist.

 

Man bekommt dann in der Regel recht schnell eine Mail von HP mit den notwendigen Download-Informationen für OpenVMS.

 

Und worauf installiert man das Ganze?

OpenVMS läuft auf VAX-/Alpha- oder Itanium-Systemen – wenn man gerade keine solche Maschine zur Hand hat (wer hat das schon?) kann auch auf einen der zahlreichen Alpha-Emulatoren zurückgreifen. Erwähnenswert sind hier FreeAXP, PersonalAlpha+ und die CHARON AXP AS400 VMware-Appliance.

 

Die einzelnen Produkte virtualisieren ein Alpha-System unterscheiden sich jedoch wie folgt:

FreeAXP PersonalAlpha(+) CHARON AXP AS400 VMware-Appliance
max. RAM 128 MB 128 MB 1024 MB
Festplatten 7x 4x 2x
CD-ROM 1x 1x 1x
Netzwerkkarten 2x 1x 1x
Konsole 2xRS232 k.A. direkte Ausgabe in Appliance
Betriebssystem Windows x32/x64 Windows x32/x64 VMware ESXi 4.1/5.0
Download [klick!] [klick!] [klick!] (Registrierung erforderlich)
Lizenz keine Laufzeit keine Laufzeit 30 Tage pro System, Software auf 1 Jahr beschränkt

 

Natürlich gibt es noch zahlreiche weitere Alpha- und VAX-Emulatoren – einfach mal umschauen, sofern die o.g. Produkte nicht gefallen.

Sofern man über einen VMware ESXi Server verfügt, empfiehlt sich die CHARON AXP Appliance – für den Einsatz auf einem klassischen Desktop-System würde ich zu PersonalAlpha oder FreeAXP raten.